http://www.mittelalter-recherche.de/instrumententexte.html Trompete. 1 Laute InstrumenteTrompetetromba, trompa, trummet, claro, clario, clairon, bucina,
busine |
HornBeim mittelalterlichen Horn lassen sich drei Typen unterscheiden: das Stierhorn, das später auch aus Metall gefertigt sein konnte; das metallene Heerhorn, das Mannshöhe erreichen konnte; das Signal- oder Hifthorn in kürzerer Bauweise. Daneben stehen Typen, die speziell für den Adel gefertigt wurden, wie silberne Hörner oder der aus einem Elefantenstoßzahn gefertigte Olifant. Eine Sonderform ist auch das halbmondförmige Harsch- oder Harsthorn. |
Schalmei und Pommerchalemie, canemelle, chalemelle, chalumeau, ciaramella,
piffaro, pifaro, chirimia, shawn, celimela; pumhart, bumhart, bomhart, bombardt |
DudelsackChorus, musa, suegelbach, bachsuegelen, cornemuses,
chevrettes, cinfonia |
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SchlaginstrumenteDie Trommeln(tabor, tabour, tambour, tabornum, tamburo, tambur;
von pers. Tanbur = Langhalslaute; trumme, trumbel, trumel, dromme)
wurden in verschiedenen Formen gebaut. Ab dem 14. Jahrhundert kamen zweifellige
Trommeln auf, die sich mit Hilfe von Schnüren stimmen ließen. Die sog. "türkische
Trommel" ab der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts war eine flache zweifellige
Trommel mit Schnarrsaiten. |
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Rebecvon arab. rabab: rebebe, rubebe, rebelle, rabe, rabel,
ribbible, ribebe; rubechetta, rubecoe, rebecke, rebekke, rebeca, rebecum,
ribeca ; auch lyra, lira, gige, geige, guige, gigue, giga |
Harfe
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Lautevon arab. al-ud: el laud, liuto, lute, luth |
Psalteriumpsaltari, saltari, salteri, saltare, psalter, salter,
psalterje, salterje, psalteria, solter, psaltere ; auch canon, ala |
ScheitholtAbbildungen dieser Griffbrettzither gibt es seit dem 14. Jahrhundert. Verwechslungen mit dem Monochord lassen sich nicht immer ausschließen. Die Bünde, die meist ein diatonisches Spiel ermöglichen, sind fest in den Korpus eingelassen. Eine Saite wird gegriffen, die anderen klingen als Bordun mit. Der Anschlag erfolgt entweder mit dem Daumen oder mit einem Plektrum. |
Citolecitola, citula, cetula, cythera, citera, chytara, cithara,
cetola, cythole, sitole, sytholle, cytolys, cetera, cetola, citola, cistola,
cedra, cuitole, zitol, cistole |
Rottarote, rota, chrotta, rotte, rotha, hrota, hrotta, rottae,
crot, cruit, crwth, cruth, crowde, crowd |
Gitarrenähnliche InstrumenteSeit dem 13. Jahrhundert tauchen Instrumente mit den Namen Quinterne, gyterne, gittern, guitarre, guiterne, chitarra, guitarra auf. Die Quinterne ist aber vermutlich eher ein Lauten-ähnliches Instrument. Gitarrenartige Instrumente gibt es auf Abbildungen etwa seit dem 12. Jahrhundert; diese scheinen Vorläufer der Citole zu sein. Die obengenannten Namen gehen im Laufe des 16. Jahrhunderts auf ein 8-förmiges Instrument über, das die gleiche Stimmung wie die frühere Quinterne hatte. |
Drehleierchifonie, cifonie, cinfonia, campona, sinfonie, vielle
a mani velle, vielle a roue, ghironda |
Monochordmanicorde, monacorde, monochordium, monocorde, monocordo,
monocordio |
Flötenfistula, pipa, swegel, pfife, flaute, flahute |
OrgelDas in der römischen Antike entwickelte Instrument wurde in Mitteleuropa eingeführt, als der oströmische Kaiser Konstantin dem fränkischen König Pippin dem Jüngeren eine Orgel schenkte. Das Instrument wurde in Byzanz vor allem als Herrscherinsignie und zur Akklamation verwendet; aufgrund seiner komplexen Bauweise wurde es in Mitteleuropa fast nur in Klöstern gebaut und aufgestellt. Ab dem 13. Jahrhundert ist eine Verwendung im Gottesdienst belegt. Beim Spiel erklang immer nur das Hauptwerk. Im 13. oder 14. Jahrhundert sorgten Verbesserungen bei der Klaviatur für eine leichtere Spielbarkeit. Ab dem 14. Jahrhundert konnte das Instrument ein selbständiges Pedal haben. Ab dem 15. Jahrhundert konnten bestimmte Register, vom Hauptwerk abgekoppelt, einzeln gespielt werden. (MGG Art. "Orgel", Sp. 915-918) |
PortativHierbei handelt es sich um eine Kleinform der Orgel, die auch (mit einem Tragegurt) im Stehen oder im Sitzen auf den Knien gespielt werden konnte. Eine Hand bedient die Tasten, die andere den einzelnen Balg. Dadurch ist eine kontinuierliche Luftzufuhr nicht möglich, das Auffüllen des Balges entspricht einem Atemholen. Auch die Möglichkeit zu mehrstimmigem Spiel ist eingeschränkt, nämlich nur soweit es mit einer Hand zu greifen ist. Der Tonumfang beträgt meist 1-2 Oktaven, der tiefste Ton ist etwa c1. Eingesetzt wurde es vor allem in der höfischen Musik. Abbildungen ab dem 13. Jahrhundert sind häufig. Ab dem 16. Jahrhundert wurde das Instrument vom Positiv verdrängt. (MGG Art. "Orgel", Sp. 1010-1011) |
PositivDas Positiv ist zunächst eine Orgel mit ähnlicher Bauweise wie das Portativ, jedoch mit zwei Bälgen, die eine regelmäßige Luftzufuhr und damit eine Trennung der Funktion Spieler/Kalkant ermöglichen (der Kalkant bedient die Bälge). Das Instrument wurde zunächst meist auf einen Tisch gestellt, später, bei größeren Instrumenten, auf den Boden. Der Klaviaturumfang entspricht dem der größeren Orgeln, der Tonumfang beschränkt sich jedoch aufgrund der verwendeten kleineren Pfeifen auf die hohen Lagen. Das Positiv wurde vor allem ab dem 15. Jahrhundert verwendet. (MGG Art. "Orgel", Sp. 1011-1013) |
WindkapselinstrumenteWindkapselinstrumente, z.B. Krummhörner, Cornamusen, Schreierpfeife, haben ein Doppelrohrblatt, das in einer sog. Windkapsel steckt. Ihr Tonumfang ist häufig nur klein. Krummhörner wurden ab ca. 1500 in "Familien" gebaut, also baugleiche Instrumente verschiedener Größen für die verschiedenen Stimmlagen. Die Cornamuse und die Schreierpfeife entstanden wohl noch später. Damit sind sie für den betrachteten Zeitraum nicht relevant. |
Zinkrinke, cornetto http://www.mittelalter-recherche.de/instrumententexte.html |
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zuletzt aktualisiert 25.08.2006 |